Xletix Tirol – Der Bericht

War es ein spontaner Entschluss oder doch etwas „gehöriger Respekt“ vor dem anstehenden Spartan Race Beast der mich dazu veranlasste, mich zwei Tage vor dem Start bei der Xletix Challenge in Kühtai (Tirol) anzumelden?

Wie dem auch sei…, ich befinde mich frühmorgens mit meinem Auto auf der Autobahn nach Tirol, meine Sporttasche neben mir, die Startunterlagen zur Xletix Challenge griffbereit.

Rund um Xletix

Xletix ist der neue Markenname der ehemaligen „Krass Fit Challenge“. Es handelt sich dabei um eine Hindernislaufserie der XLETIX GmbH aus Berlin die im Jahr 2015 an 8 Standorten stattfindet (und teilweise bereits stattfand). In Tirol konnte man sich für die S-Distanz (6-8 Kilometer und 15 Hindernisse) oder für die M-Distanz (12-16 Kilometer und 25 Hindernisse) anmelden. Bei manchen Standorten gibt es zusätzlich noch die L-Distanz mit über 18 Kilometern und 30+ Hindernissen.

Mein Ziel bei der XLETIX ist Wettkampfpraxis und Höhenerfahrung für das Spartan Race Beast zu sammeln, und so erklimme ich mit meinem Auto die Strecke nach Kühtai, bis ich ein herrliches Bergpanorama auf über 2000 Meter Höhe genießen darf. Es ist hoch, es ist bergig! Genau das wollte ich!

xletix-berg xletix-tirol-kühtai

Rennbericht XLETIX Tirol 2015

Ich erreiche Kühtai auf über 2000 Meter Höhe. Die Anreise war mit kleinen Herausforderungen verbunden, da die Hauptstraße aufgrund eines Steinschlags nur einseitig befahrbar war und ich mich für einen Ausweichweg entschieden habe. Ich parke auf den ausgewiesenen Parkflächen und begebe mich auf das Eventgelende.

Mich empfängt ein beeindruckendes Bergpanorama an dem die Läufer der XLETIX-Challenge auf den Laufpfaden wie kleine Ameisen aussehen. Man fühlt sich in den Bergen immer so klein…

xletix-rope-net

Die ersten Hindernisse kann ich bereits vor dem Start bewundern und bei mir steigt die Vorfreude.

xletix-sprungturm xletix-monkey-bars xletix-krabbeln xletix-bergig lustiges-posen

Das Warmup absolvieren wir, gemeinsam mit den Leuten in meiner Startwelle und schon geht´s los! Gleich das erste Hindernis, ein steiler Anstieg hat es in sich. An Laufen ist nicht zu denken, ich versuche mit flotten Hiking-Schritten nach oben zu kommen, was mir gut gelingt. Weiter geht´s mit den ersten Walls die man abwechselnd überspringen und unterklettern muss.

x-letix-tirol-uwe-hüpf

Die Trampelpfade führen über kleine Bäche, und lockerer Erde am Berg. Ständig muss man unter elektrischen Kuhumzäunungen drunterkriechen.

Die etwa drei Meter hohe Wall erwartet mich kurz vor dem wunderschön gelegenen Stausee. Vor- und hinter mir ist niemand, nur ein einsamer Helfer am Hindernis. Die Wand wird überwunden und weiter geht´s am Staudamm entlang. Es ist Einiges an Laufstrecke, das mag ich gerne. Hier spüre ich die Höhenluft in Form von etwas Sauerstoffmangels. Bergauf lege ich häufiger mal eine Geheinheit ein um meine Lungen so richtig zu füllen.

Wir müssen unter einer Brücke durch einen Bach, über schlammiges Gelände nach oben klettern und unter diversen Hindernissen drunterklettern.

xletix-tirol-uwe-nass

Eine besondere Herausforderung beschert uns ein schwerer Traktorreifen den man etwa 15 Meter den Berg nach oben ziehen muss, danach wieder hinunter. Mit meinen beiden Mitstreitern bewältigen wir das aber souverän (wenn auch mit etwas Mühe).

An einer Station ist Teamgeist gefragt als sich ein Läufer in einen Eimer setzen muss der mit vier Trageschlaufen versehen ist. Vier weitere Läufer müssen diesen Eimer (gefüllt mit Läufer) eine ausgemessene Strecke tragen und sicher wieder an den Ausgangspunkt zurückbringen. Schön, dass die Dame im Eimer so leicht war!

Eine etwa 30 Meter lange Rutsche befördert mich in kühles Nass, für mich eine willkommene Abkühlung.

Es geht über (und unter) Stock und Stein, einen reißenden Bach nach oben und schließlich sind wir wieder auf dem Eventgelände angekommen. Hier müssen wir von einem hohen Turm auf ein Luftkissen springen und dann geht´s an die Monkey Bars (mein Lieblingshindernis).

xletix-tirol-klettern

Das fällt mir heute leicht, so dass ich bald das Ziel erreiche.

Ich erhalte mein XLETIX-Armband, eine Banane, Wasser und Gösser-alkoholfrei zu trinken. Das haben wir uns verdient! Ich nehme mein Finishershirt in Empfang, hol meine Klamotten aus der Aufbewahrung ab und begebe mich zu den Freilandduschen. Diese sind zwar kalt, aber das gehört bei solch einem Event dazu!

Organisation und mein Fazit:

Mir hat die XLETIX-Challenge gut gefallen, soviel vorweg! Die Organisation war spitze, das Anmelden hat gut funktioniert, die Klamottenaufbewahrung war bewacht und die Duschen waren funktional und angenehm. Die Strecke war wirklich sehr schön, auch wenn ich (im Nachhinein) eher die Mitteldistanz laufen hätte sollen. Etwas „windig“ fand ich das Armband anstelle einer ordentlichen Medaille. Diese sollte bei einer Startgebühr von 69,- EUR (für die Kurzdistanz) schon drin sein!

Vergleiche mit anderen Konkurrenzveranstaltungen mache ich ungerne, aber mir hat das Seil zum Hochziehen und das Speerwerfen gefehlt! Irgendwie gehört das dazu….. Andererseits war der Sprungturm schon cool!

Mir hat die XLETIX Challenge  gefallen und ich mach auf alle Fälle wieder mal mit!