XLETIX Challenge Süddeutschland

Ein Team – ein Ziel, der Slogan der Xletix Challenge soll auch unser Motto für den Lauf an der Wakeboard Anlage Wake & Groove in Geisenfeld (bei Ingolstadt) sein. Heute sind wir ein bunt gemischtes Team aus alten Hasen (Ediceh, Claudi, Mike), Frischlingen (Nicole und Gerhard) und Hindernislauf-erfahrenen Gast-Spartanern (Elli und Robert).
Wir sind sehr gespannt auf die Xletix Challenge, es ist für alle Teammitglieder der erste Start bei diesem Format.
Die Xletix Challenge (früher KrassFit Challenge) bietet inzwischen 6 Veranstaltungen in Deutschland, 2 in Österreich und 2 in Spanien an. Die Challenge ist ausdrücklich als Team Event ausgeschrieben: einige Hindernisse sind nur im Team zu schaffen und es gibt keine Zeitmessung. Aber auch als Einzelläufer kann man selbstverständlich starten. Bei den Team-Hindernissen finden sich immer Gruppen, die Einzelläufer „adoptieren“.
Man hat die Wahl zwischen der S-Distanz (6+ km , 15+ Hindernisse), M-Distanz (12+ km, 25+ Hindernisse) und der L-Distanz (18+ km, 30+ Hindernisse). Da die Strecken aufeinander aufbauen, können auch innerhalb eines Teams unterschiedliche Distanzen gelaufen werden. Das Happy Spartans Team startet geschlossen über die L-Distanz. Dank der Info-Mail vom Veranstalter wissen wir bereits, dass uns 20km mit 36 Hindernissen erwarten.

 

Heute haben wir nur eine kurze Anfahrt und sind nach etwas mehr als einer Stunde in Geisenfeld. Der Parkplatz ist gut ausgeschildert, allerdings etwa 15 min. Fußmarsch vom Eventgelände entfernt. Vor Ort ist alles gut organisiert, die Registrierung und Ausgabe der Startunterlagen erfolgt zügig und auch unser Gepäck sind wir trotz Schlange an der Abgabe schnell los. Die Zeit vergeht wie um Flug und schon stehen wir im Startbereich. Die Anspannung steht nun einigen Teammitgliedern ins Gesicht geschrieben, da wir wissen, dass wir es heute mit einigen knackigen Hindernissen zu tun bekommen…
Deswegen freuen wir uns im Startblock ein bekanntes Gesicht zu treffen: Anja vom Original Bootcamp Team bringt uns beim Aufwärmen in Stimmung und schickt uns über eine kleine Wall in den Startbereich und los geht’s! Wir laufen durch Trails und überwinden erste kleinere Hindernisse und dann steht sie schon vor uns:  die Power Pipe, eine 4,5m hohe Halfpipe. Dank helfender Hände von oben schaffen wir das Hindernis aber alle gleich beim erstencrew-carry Versuch (Danke Team LAZER 🙂 ).  Die weitere Strecke ist sehr abwechslungsreich, sie führt neben Trails durch das angrenzende Kieswerk, diverse Gewässer/Weiher/Tümpel und über Feldwege. Die Stimmung auf der Strecke ist gut, es herrscht ein freundliches Miteinander und alle Läufer versuchen sich wo es geht gegenseitig zu unterstützen. An zwei Engstellen müssen wir leider etwas anstehen, das ist aber dank strahlendem Sonnenschein kein Problem. Die Hindernisse an sich sind sehr vielfältig, machen Spaß (vor allem die Speed Slide) und einige sind auch sehr herausfordernd. Große Überraschungen gibt es hier aber keine, die Hindernisse sind alle auf der Xletix Homepage aufgelistet.

 

Die Helfer auf der Strecke sind gut gelaunt und motivierend. Sie haben immer Tipps, wie man sich gegenseitig am besten unterstützen kann oder haben auch selbst eine helfenden Hand parat. Was uns aber den ganzen Lauf über nicht klar ist, ist die Sache mit den Strafburpees. Zu Beginn hieß es, sie sind fällig, wenn man ein Hindernis auslässt. Nicole-BurpeeAber auch wenn man es nicht schafft? Auf der Strecke haben wir bis jetzt noch niemanden Burpees machen sehen…
Egal, darum geht es bei diesem Event auch nicht. Bei den Monkey Bars bzw. hier Monkey Strick-Leitern hangeln sich nur Robert und Mike durch, der Rest fällt ins Wasser und wir machen in Spartaner-Manier unsere 15 Strafburpees.
Die Kilometer und Hindernisse ziehen dahin und wir freuen uns, als die Abzweigung für die L-Distanz kommt. Ein Großteil der Strecke liegt somit hinter uns, die härtesten Hindernisse müssen allerdings noch überwunden werden. Bei „Fast and Furious“ beispielsweise muss ein Kilometer in unter 5 min zurückgelegt werden. Da wir schon 17km in den Beinen haben, entscheiden sich die Mädels für Strafburpees und eine Pause an der dortigen Verpflegungsstelle, die Jungs sprinten los und schaffen alle die vorgegebene Zeit. Uns wird mitgeteilt, dass „nur“ noch 3 Hindernisse auf uns warten. Aber schon das nächste, die Muscle Mile,  hat es gleich wieder in sich: ein 20kg Sandsack (es gibt keine leichtere Variante für Frauen) muss 1km weit geschleppt werden. Nach der kräftezehrenden Runde mit dem Sandsack folgt gleich noch ein Hindernis, dass es in sich hat: eine etwa 3m hohe Schrägwand ohne Seil. Aber auch dieses Hindernis wird mit gegenseitiger Unterstützung überwunden. Wir ziehen uns noch auf dem Rücken unter einem Gitter durch die schlammige Brühe genannt Rotten River und laufen nach ca. 4 Stunden überglücklich ins Ziel ein!
Wir umarmen uns und klatschen uns gegenseitig ab. Aber irgendwas fehlt im Gegensatz zu den bisherigen Läufen. Dass es keine Medaille gibt wussten wir, aber leider bekommt man auch das Finisher Armband nicht überreicht. Die Stimmung im Ziel ist gefühlt nicht so euphorisch wie gewohnt, irgendwie schade. Beim Verlassen des Zielbereichs werden wir dann mit Wasser, alkoholfreiem Bier, Bananen und Energieriegeln versorgt. Nachdem wir unsere Energiereserven wieder etwas aufgefüllt haben, holen wir Finisher Shirt und Armband und gehen duschen. Bei Currywurst mit Pommes lassen wir den schönen und anstrengenden Tag ausklingen.
Unser Fazit: Die Xletix Challenge hat uns sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn wir sonst auch des öfteren als Team an den Start gehen, bei dieser Veranstaltung war der Team-Spirit am stärksten. Die Hindernisse waren zum Teil einfach, zum Teil sehr fordernd und haben alle an ihre Grenzen gebracht. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder am Start! Allein um irgendwann an die Medaille (10x Xletix) zu kommen! Denn das ist auch unser einziger Kritikpunkt: die Stimmung im Ziel war ungewohnt und nicht sehr feierlich. Wenigstens das Armband könnte man doch nach dem Zieleinlauf überreicht bekommen…
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