Tipps für den Start bei einem Hindernislauf

Bei meinen bisher absolvierten Hindernisläufen konnte ich bisher so Manche, teils schmerzliche und unangenehme Erfahrung machen „dürfen“. Damit es euch nicht auch so geht habe ich euch hier ein paar Tipps zusammengeschrieben. Ich werde diese Liste wahrscheinlich im Laufe der Monate ergänzen müssen, denn jedes Hindernisrennen bringt neue Erfahrungen mit sich 🙂 Das ist ja auch gut so!

Parkplatzsituation beachten!

Die ausgewiesenen Parkplätze können oft aufgrund der Straßensperren nicht auf dem direkten Weg erreicht werden. Oft müssen mehrere Kilometer Umweg gefahren werden. Plan das bitte bei Deiner Zeitplanung mit ein! Sonst kann´s knapp werden.

Tipps zum Speerwerfen:

Ein beliebes „Hindernis“, gerade bei Spartan Races ist das Werfen mit einem Speer auf einen Strohkameraden. Das Problem ist, man muss diesen auch treffen, und der Speer muss stecken bleiben! Dabei ist der Speer an einem Seil angebunden, damit dieser schnell wieder zurückgezogen werden kann.

  • Nicht auf dem Seil stehen! Bevor Du wirfst, achte darauf, dass Du nicht auf der Leine stehst. Gibt´s nicht? Es ist nicht nur mir selbst passiert, sondern ich habe das auch von mehreren anderen Spartanern gehört! Die Leine sollte vor dem  Wurf locker und frei herabhängen, sonst wird´s nix mit dem Treffer.
  • Den Speer schnell und kräftig werfen: Wirf den Speer kräftig und schnell. Ich musste leider schon viele Strafburpees (diese müssen beim Spartan Race gemacht werden, wenn man ein Hindernis nicht „besteht“) machen, weil ich den Speer wie einen Dartpfeil geworfen hab. Eigentlich keine schlechte Methode, aber die Gefahr, dass zu wenig Kraft dahinter ist oder der Speer durch Wind und Seil abgelenkt wird ist extrem hoch. Gewöhn es Dir an, bereits im Training immer kräftig und schnell zu werfen!

Richtiges „Rutschen“

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Es gibt bei vielen Hindernisläufen die beliebte Rutsche, bestehend aus einer ständig befeuchteten Folie auf der man ganz schön Geschwindigkeit aufnehmen kann. Auf dieser Rutsche rutscht der Athlet in ein Becken mit Wasser oder (meistens) Schlamm. Möchtest Du nicht mit dem Kopf unter Wasser (oder Schlamm) kommen, dann rutsch im Sitzen! Dann hast Du die Möglichkeit, mit Deinen seitlich ausgestreckten Händen das Eintauchen zu verhindern. Wenn´s Dir nix ausmacht, dann rutsch zumindest mit den Füßen voran!

Übrigens…. dieses Bild zeigt Dir, wie solch ein Eintauchen aussehen kann. Überleg´s Dir!

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Speed Wandern

Ich bin schon Rennen gelaufen in denen die zu bezwingenden Hügel und Berge mich fertig gemacht haben! Es gibt Steigungen die man definitiv nicht laufen sollte. Die muss man durch schnelles Wandern (Speed Hiking) erklimmen.

Versuch es gar nicht die Berge nach oben zu laufen, außer Du bist ein perfekt trainierter Bergläufer! Du bist  mit „Speed Hiking“ fast genauso schnell und sparst viel Kraft. Variier Deine Schrittlänge, versuch Dir mit den Armen zu helfen. Dazu kannst Du Dich am vorderen, gebäugten Bein abdrücken. Trainier Bergläufe, vor allem aber „Speed Hiking“!

Richtiges Bergablaufen

Ich habe mich in Köln auf die bergischen Hügel gequält und mit einem gefühlten Puls von 200 Schlägen ein paar Läuferkollegen überholt. Gebracht hat´s nichts, denn diese Läufer haben mich beim Bergablaufen wieder überholt. Ich lief anscheinend etwas zu defensiv, mir fehlte die Routine im Bergablaufen! Aber worauf kommt es eigentlich an?

Erfahrene Trail Läufer haben mir gesagt, dass sie mit einem etwa 6er Pace den Berg runter laufen. Dabei machen sie keine kleinen, sondern Schritte in „Normallänge“, wobei sie meist auf den Zehen landen, tendentiell aber versuchen eine möglichst große Fußfläche aufzusetzen. Das Gewicht sollte in der Körpermitte (also genau in der Mitte des Schrittes) sein, was zusätzliche Stabilität bringt. Aber auch hier gilt: Üben! Die Routine bekommt man nur beim Bergablaufen!

Ellenbogen und Knie schützen

Ein paar Tage nach einem Hindernislauf sieht man die Schrammen, Schnitte und blauen Flecken erst so richtig. Meistens befinden diese sich an Ellenbogen und Knien. Es ist auch kein Wunder, überlegt euch nur welcher Belastung diese Gelenke z.B. beim Kriechen unter Stacheldraht ausgesetzt sind. Ihr kriecht über Kieselsteine, über Holzstücke, feste Erde und andere, unangenehme Partikel die weh tun können. Schützt also Knie und Ellenbogen!

Ihr könnt natürlich die angebotenen „ankle braces“ oder „knee braces“ nutzen. Für eine Kurzdistanz sind diese auch unproblematisch. Anders sieht dies jedoch bei einer Langdistanz aus! Hier müsst ihr die Reibung berücksichtigen die euch solche Ellenbogen- und Knieschoner durch die Laufbewegungen und das „Hin- und Herrutschen“ während der Hindernisse verursachen.

Aus diesem Grund empfehle ich euch Kinesiotapes! Es gibt im Internet zahllose Anleitungen zum richtigen Anbringen diese Tapes und sie helfen euch zuverlässig eure Gelenke zu schützen!

Natürlich möchte ich diese Auflistung laufend ergänzen und damit besser und wertvoller für alle machen. Wenn ihr also Tipps habt, nur her damit, ich nehme diese gerne mit auf! Nutzt einfach die Kommentarfunktion!

Danke für eure Zeit,
Uwe

 

Übrigens… Wir starten mit unseren „Happy Spartans München“ bei verschiedensten Hindernisläufen. Ihr könnt euch unserem Team im Rennen und in der Vorbereitung darauf gerne anschließen! Wir bereiten uns im Rahmen unserer Bootcamps in München und Umgebung intensiv auf jedes Rennen vor! Ihr seid herzlich willkommen!

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