Spartan Race München 2015 – Der Bericht

Ein kluger Mann hat einmal geschrieben „Eine mächtige Flamme entsteht aus einem kleinen Funken„. Wie wahr dieser Spruch für uns alle ist, haben wir als Team „Happy Spartans“ bei dem Spartan Race München 2015 erleben dürfen.

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Vorgeschichte und Vorbereitung

Den kleinen Funken entzündeten wir zu einer winterlich kalten, windigen und nassen Zeit in der niemand von uns sich vorstellen konnte, wenige Wochen später durch eiskaltes Wasser tauchen zu müssen und sich im Schlamm zu suhlen. Und trotzdem stand genau das bevor, wenn wir den Funken schüren und ihn zu einem Feuer entzünden wollten.

Seit Jahren trainieren wir zusammen bei Happy Moves unsere Fitness und dabei wurde viel gelacht und es sind echte Freundschaften entstanden. Aus Neugier und der ständigen Suche nach Herausforderungen meldeten wir uns dieses Jahr als Team zum Spartan Race München 2015 an, denn wenn der Mensch kein Ziel hat dann ist ihm jeder Weg zu weit!

Überraschend positiv war, dass unser Team ständig größer wurde und schließlich mit Lisa, Sigi, Nadine, Kiki, Antonia, Lydia, Domenico und Uwe stattliche acht Mitglieder zählte. Leider konnte Antonia aus familiären Gründen nicht am Rennen teilnehmen, aber sie gehörte in der Vorbereitung zu den ganz Fleißigen. Wir haben uns auch gefreut, dass wir neben den „Happy Spartans“ auch viele andere Gäste im Training begrüßen durften. Angie, Ediceh, Szuszana, Gabi und Agnes seien hier nur beispielhaft erwähnt.

Apropos Vorbereitung…………

Mit Ausnahme von Uwe würde dieses Rennen für alle die Premiere bei Hindernisläufen sein und so starteten wir als Gruppe eine gemeinsame Vorbereitung.

Intensiv hatten wir hier über unser Training zum Spartan Race berichtet, doch noch intensiver haben wir zusammen trainiert. Die Grundlage unseres Trainings bildeten die vielen verschiedenen Groupfitnesskurse in unserem Studio, ergänzt durch die Functional Fitness Trainingseinheiten in Form von Outdoor Bootcamps im Englischen Garten München. Hier zeigte sich, dass unser Unterfangen unter einem guten Stern stand, denn das Wetter im März war hervorragend und die Stimmung noch besser.

Friedrich Rückert hat einmal geschrieben „Nur aufs Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen“ und genau das ist uns nicht passiert. Wir haben jede Trainingseinheit genossen und zusammen gelitten, geschwitzt und viel gelacht!

Ob unsere Bemühungen ausreichen würden, sollte sich am 18. April 2015 zeigen. Getreu dem Motto des Spartan Races „You´ll know at the finish line„.

Die „Happy Spartans“ beim Spartan Race München 2015

Zur Mittagszeit treffen wir uns auf dem Gelände des Münchner Olympiaparks. Voller Vorfreude, Respekt und manchmal auch einem etwas mulmigen Gefühl betrachten wir die frierenden, zitternden, schmutzigen und doch glücklichen Spartaner die es bereits hinter sich haben und stolz ihre knallroten Finishermedallien um den Hals tragen.

Wir sind erst um 14:45 Uhr dran und vor uns haben bereits 4000 tapfere Spartaner ihren Mann/Frau gestanden.

Wir staunen über das, was wir in unserer Nähe sehen und hören. Neben den vielen Menschen bekommen wir einen ersten Einblick in das, was uns erwartet. Uns wird sehr schnell bewusst, dass es heute nass, kalt und sehr dreckig wird! Willkommen beim Spartan Race!

Wir sind nicht alleine. Viele liebe Menschen haben den Weg in den Olympiapark gefunden um uns zu unterstützen. Edizeh, Maike, Angelina, Ediz, Nena, Malu und viele mehr sind da und helfen wo sie nur können. Vielen Dank nochmal an euch alle! Ihr seid die BESTEN!

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Nachdem wir uns ordentlich registriert haben, unseren Zeitmesschip am Schuh angebunden ist, unsere Startnummer am T-Shirt befestigt, und das Stirnband modisch chic auf dem Kopf drapiert haben steigt die Spannung von Minute zu Minute.
Bald schon liegt der Start nur noch eine viertel Stunde vor uns und wir begeben uns langsam in den Starbereich und überwinden dort bereits das erste Hindernis in Form einer Holzwand um diesen überhaupt betreten zu können.
„Was seid ihr?“ heißt es aus Lautsprechern! „SPARTANER“ antworten hunderte Kehlen! „Wie ist euer Ruf?“ …..“AROOOO, AROOOO, AROOO !!!“.

Das Warmup mit Hampelmännern, Squats und Spartanerschleppen bringt unsere Muskulatur auf Temperatur und bald schon fällt der Startschuss. Endlich!

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Wir sind noch trocken, gut gelaunt und voll motiviert. Ok, Respekt ist auch dabei.

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Wir laufen los und nach wenigen Minuten erreichen wir den Olympiaberg. Das wir dort rauf müssen, war irgendwie klar, dass es quer feldein über Schlamm geht ebenfalls. Es ist unglaublich wie hoch ein Puls (gefühlt) sein kann, nur um dann festzustellen, dass es noch höher geht.
Wir lernen, dass es sich nicht lohnt sich warm anzuziehen, da man nach wenigen Minuten stark schwitzt und am Liebsten leicht bekleidet laufen würde.
Scheinbar kaum endete Minuten später sind wir auf dem Olympiaberg angekommen und erfahren dort, dass wir eine „Denksportaufgabe“ lösen müssen. Wir müssen uns (basierend auf den letzten beiden Zahlen unserer Endnummer) einen individuellen Code merken. Diesen müssen wir vor dem Ziel richtig zum Besten geben, sonst drohen 30 Burpees! Meiner war übrigens „Mike 8253524“.

Während wir wieder vom Olympiaberg nach unten laufen müssen wir zahlreiche Hindernisse überwinden. Holzmauern müssen überwunden werden, teilweise darüber, teilweise kriechend darunter.

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Sandsäcke müssen geschleppt werden, dazwischen heißt es „laufen, laufen und nochmal laufen“.
Am Fuß des Berges wartet das feuchte Nass auf uns. In brusthohem Wasser müssen wir die Seite des Gewässers wechseln. Wir spüren das erste Mal warum bei 8 Grad Wassertemperatur baden nicht ratsam ist. Ein Gummiband später sind wir an den Füßen „gefesselt“ und müssen durch zahllose Reifen springen. Gar nicht schlecht, endlich wieder warm nach dem spätwinterlichen Bad.

Nach den Reifen ist das Überwinden des hohen Seilnetzes nur noch eine Kleinigkeit, bevor wir endlich krabbeln dürfen.

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Unter einem Netz geht es zuerst gefühlte 20 Meter nach unten, dann wieder hoch. Wer bisher noch nicht schmutzig war ist es nun auf alle Fälle. Die ersten Spartaner haben bereits keine Nummer mehr auf dem Bauch, gut dass es noch die Stirnbänder gibt.

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Natürlich ist das nur der Beginn der echten Herausforderungen. Diese sind nass und sehr kaaaallllt….
Das acht Grad warme Wasser begrüßt uns mit seiner Frische. Damit wir dieses genießen dürfen, tauchen wir unter vier Baumstämmen hindurch und waten dann gegen die Strömung bis zu einem hohen Netz, welches wir mit klammen und kalten Händen übersteigen. Kiki kann diese Etappe genießen, da sie von einem jungen Mann auf Händen getragen wird. Endlich Prinzessin, wenn auch nur für wenige Sekunden! Um die anderen „Kleinen“ kümmert sich Nadine liebevoll.

Nachdem alle das Netz überwunden haben, müssen wir unsere Fertigkeiten beim Robben unter Stacheldraht unter Beweis stellen. Zweimal zwanzig Meter! Ein Highlight für Ellenbogen und Knie.
Endlich! Wir sehen die Seile aus dem Wasser ragen und wissen „Da müssen wir hoch und die Glocke läuten“! Das Wasser ist eiskalt und unsere Hände auch, aber wir geben alles. Dass die Meisten von uns trotzdem Burpees machen dürfen sei nur am Rande erwähnt.

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Die nächste Laufrunde ist länger und führt uns direkt ins altehrwürdige Münchner Olympiastadion. Dort müssen wir an einem Seilzug schwere Reifen nach oben ziehen und diese gediegen wieder ablassen. Check!
Dann dürfen wir die Treppen runterlaufen, dort einen schweren Sandsack auf die Schultern laden und wieder die (gefühlt) 200 Stufen nach oben laufen, nur um dann einen zweite Runde, bestehend aus Abstieg mit Sandsack und Aufstieg mit Sandsack zu absolvieren. Die Oberschenkel brennen wie Feuer, schön! 🙂

Gerade als wir das Stadion verlassen möchten stehen da zwei Damen die uns nicht durchlassen wollen. „Zuerst den richtigen Code“, ach ja… da war ja noch etwas. Naja, das war natürlich kein Problem. Ein gutes Gedächtnis haben wir! Check! Wisst ihr meinen Code noch? NICHT spicken!
Nun müssen wir nochmal auf allen Vieren durch eine Dreckbrühe unter Stacheldraht durch, eine Schrägwand am Seil überwinden und dann sind wir vor dem lang ersehnten Feuer das wir durchspringen dürfen um unsere wohl verdiente Medaille abhole n.

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Wir sind überglücklich und fallen uns in die Arme! Bei gefühlten 25 Grad Körpertemperatur sind wir dankbar unsere Ersatzklamotten anzuziehen und stolz unser Finishershirt abzuholen! Es war ein super Rennen! Hart, anspruchsvoll, so wie es sein soll! Arooooooo!

Unser Fazit

Wir sind alle an unsere Grenzen gegangen und waren mit unserer Leistung sehr zufrieden. Dieses Spartan Race hat uns sportlich gefordert und unsere Leidensfähigkeit auf die Probe gestellt. Aber jeder von uns hat die Prüfung bestanden. Alle Läufer die bei einem solchen Rennen ins Ziel kommen haben Respekt verdient, denn sie haben eine große Leistung vollbracht. Egal aus welchen Gründen jemand an einem Hindernislauf teilnimmt, danach ist er reicher und reifer als vorher.
Für uns heißt es „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ –

Auf geht´s in die Vorbereitung für den Zombie Run! Wir sind wieder mit den Happy Spartans dabei, macht mit!!!!

Noch ein paar schöne Bilder….

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Für die tollen Bilder bedanken wir uns herzlich bei Dr. Christian Mayr, Ediceh und Maike!