Runterra Zirndorf 2016

Petrus meint es heute zum ersten Mal in diesem Jahr nicht so gut mit uns. In der Nacht auf Samstag hat es angefangen wie aus Eimern zu schütten. Wir sehen dies aber eher als zusätzliches Hindernis und so mache mache ich (Mike) mich mit Uwe auf den Weg nach Zirndorf bei Nürnberg zu Runterra. Nachdem Claudia und ich schon im letzten Jahr hier an den Start gingen, damals aber nur 2 Runden gelaufen sind, steht fest, dass diesmal die vollen 3 Runden á 8 Km bezwungen werden müssen.
Runterra wirbt selbst damit, der Lauf mit den meisten Hindernissen zu sein, pro Runde 45 Stück. Das ist mal eine Ansage. Normalerweise bewerten wir am Anfang immer die Organisation bzw. die Startnummernausgabe, dies fällt diesmal weg, wir haben unsere Startnummern bereits vor ein paar Wochen per Post erhalten. Dicker Pluspunkt, das macht die Anreise viel stressfreier.
Die Zeit bis zum Start vergeht wie im Flug, auch wenn die 24 Km Starter erst nach der Elite, nach den Teams, sowie nach den 8 Km Startern auf die Strecke dürfen. Bei knapp 2000 Teilnehmer ist man dann zumindest auf der Strecke nie allein. Ich habe mit Uwe ausgemacht, dass wir heute zusammen zügig aber gemütlich laufen, schließlich steckt uns noch das Spartan Race Beast vom letzten Wochenende in den Beinen.

Wir starten und schon geht es in den Wald, ich merke bald, dass die Strecke sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum geändert hat, ich weiß was uns erwartet und freue mich umso mehr. Nach dem Barbed Wire Crawl und einigen Bäumen, welche zu überklettern sind, kommen schon die ersten Schlammlöcher. Danach aber erst mal Stau, denn leider gibt es viel zu wenig Sandsäcke. Nun ja, ich bin nicht sehr stolz drauf, aber wir lassen dieses Hindernis in der ersten Runde aus. Nach dem Sandsack Parcour durch einen Fluss geht es in die Kiesgrube. Hier erwarten uns auch in diesem Jahr wieder die 2 Meter hohen, glatten Betonwände, doch die Hilfsbereitschaft unter den Teilnehmern kennt keine Grenzen, ruckzuck sind Uwe und ich drüber und spurten weiter.
Mit einem Autoreifen auf unseren Schultern überwinden wir eine Holzwand, weiter gehts über steile und durch den Regen schon extrem glatte Anstiege des Motorcrossgeländes wieder Richtung Straße, am Start und Ziel Bereich vorbei und gradewegs zur Bibert. Der Fluss tut richtig gut, ist er doch gefühlt um einige Grad wärmer als der Regen der auf uns nieder prasselt. Endlich werden wir auch die letzten Schlammreste los.
Nach einem kurzen Trailstück haben wir schließlich die letzten Hindernisse vor uns. Es gilt an einer Strickleiter hoch zu einer Glocke zu klettern, danach „Monkey Bars“die es in sich haben. Es handelt sich um 2 Alu-Leitern, an deren Sprossen entlang zu hangeln ist. Nicole von Runtopia hat uns vor dem Start einen super Tipp gegeben und wir schaffen dieses Hindernis locker. Auch Dank der Anfeuerung eines mir sehr bekannten Volunteers. Danke Fabi 😉
Danach kommt die eigens von der Dachdeckerinnung zusammen gezimmerte Halfpipe. Dank der Hilfe von anderen Teilnehmern sind wir blitzschnell oben, springen auf der Rückseite wieder runter und laufen direkt in die zweite Runde. Noch immer sind sehr viele Teilnehmer auf der Strecke, aber es hat sich mittlerweile gut entzerrt.

Leider müssen wir am Ende der zweiten Runde an den letzten Hindernissen so lange warten, dass ich stark auskühle und Uwe daher auf der letzten Runde alleine lassen muss um meinen Körper wieder auf Temperatur zu bringen. Auf der letzten Runde ist endlich kein Stau mehr an keinem der Hindernisse und es macht nochmal wahnsinnig Spaß.

Ich empfange im Ziel meine Medaille und muss nicht lange auf Uwe warten.
Nach einer kurzen Dusche genießen wir noch die lokale Kulinarik (Bratwurst und Bier) und warten bis zur Siegerehrung bei der Chris Lemke für seinen Gesamtsieg in der ersten German OCR Serie geehrt wird.

Fazit: Runterra ist nun im dritten Jahr unter den Top Events angekommen. Die Hindernisse, die Organisation und Strecke sind top. Nur die Aufteilung der Startwellen bedarf bei derart vielen Teilnehmer noch leichten Verbesserungen. Trotzdem glaube ich, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein werden.