Bericht von Mike: Rats Runners Cup: Walldorf/Werra

Unseren Gesamtbericht, mit genauerer Streckenbeschreibung, findest du bald hier

Da ich schon bei meinem ersten Rats Runners Lauf in Bühlertann einen Platz auf dem Treppchen ergattern konnte, beschließe ich – auch durch die Ermutigung der anderen Happy Spartans – mein Glück und starte heute allein (auf Zeit).

Bei der Fahrt und vor dem Lauf bin ich so nervös wie noch nie. Schon jetzt bekomme ich den Erfolgsdruck zu spüren, auch wenn ich ihn mir größtenteils selbst aufbürde. Von meinem Team werde ich konstant aufgemuntert und darauf hingewiesen, dass man einen weiteren Pokal sehen will. Vielen Dank nochmal hierfür…

Der Startschuss fällt, wir rennen los und merken schnell, dass der Regen der letzten Tage die Strecke zu unserem größten Hindernis gemacht hat.

Schon zu Beginn hatte ich meine direkten Konkurrenten (Platz 1 und 2 aus Bühlertann) aus den Augen verloren, aber nach ungefähr der Hälfte der Strecke habe ich einen der beiden wieder im Blick. Ich gebe alles und schon bald habe ich aufgeholt und kann bergauf immer wieder an ihm vorbei ziehen. Bergab sieht das Ganze allerdings ganz anders aus, er brettert scheinbar ohne Lebenswillen an mir vorbei. (Eine spezielle Technik wie er mir noch im Ziel verraten wird.) Circa 3 Kilometer vor dem Ziel kann ich nochmal Boden gut machen und lasse ihn hinter mir.

Es geht auf die Crossstrecke des MSC Walldorf. Viel Schlamm und Höhenmeter, herrlich. Ich belustige die Zuschauer indem ich mich (etwas unfreiwillig) in einem Hindernis verfange und mir eine Schlammpackung ins Gesicht befördere. Bissl Wellness muss halt auch sein.

Der letzte Kilometer bricht an, wie schon in Bühlertann warten hier die meisten Hindernisse. Nun geht alles sehr schnell und ich laufe nach 59 Minuten und 23 Sekunden durchs Ziel, zu meiner Überraschung warten hier nicht viele 10 KM-Läufer auf mich und der Erste aus Bühlertann gratuliert mir sofort, ich sei aktuell Zweiter. Jedoch können auch aus den späteren Startwellen noch Läufer schneller ins Ziel kommen und damit vor uns rutschen. Das passiert zum Glück nur einmal, wie wir am Zielcomputer ablesen können.

In der Zeit bis zur Siegerehrung kräftigen wir uns mit einer Original Thüringer Rostbratwurst, davon hätte ich nach diesem Rennen locker 10 essen können. Die Strecke hat mir alles abverlangt aber grade deshalb hat es mir auch wahnsinnig Spaß gemacht.

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