Die richtige Ausrüstung für Winterrennen

Hindernisläufe im Winter – Die richtige Ausrüstung für die Kälte

Das Spartan Race 2015 in München hat gezeigt, wie hart ein Hindernislauf bei Kälte werden kann. Obwohl an dem Renntag angenehme Außentemperaturen (ca. 15 Grad Celsius) herrschten, spielte die Kälte des Wassers (unter 10 Grad Celsius) eine entscheidende Rolle.

Damit ihr im anstehenden Winter eure Laufschuhe nicht an den Nagel hängen müsst und ihr beim nächsten, kalten Rennen optimal vorbereitet seid, geben wir euch ein paar Tips zur richtigen Ausrüstung für Hindernisläufe bei Kälte.

Im Spätherbst und Winter müsst ihr Anpassungen an eurer Wintersportgardarobe vornehmen. Es ist die Zeit im Jahr, während derer ihr bei den Übungen im Freien oft dünnes Eis auf dem Boden zerdrückt. Aber seid beruhigt, eure Trainingseinheiten müssen wegen der Kälte noch lange nicht ausfallen.

Aber bevor wir euch Tips zur richtigen Garderobe geben, lest euch durch was ihr auf keinen Fall tun solltet:

Auf keinen Fall!

1. Tragt keine Baumwolle!

In Winterläuferkreisen gibt es einen Ausspruch „Cotton kills“. Baumwolle wird nass und wird sehr schwer. Sie wird euch dadurch Energie rauben und eure Core-Temperatur schnell nach unten drücken. Dies führt in längeren Läufen oder längeren Trainingseinheiten zu einer Unterkühlung, der sog. „Hypothermia“.

2. Spielt nicht den „Harten“.

Zieht euch für das Wetter richtig an! Ein kurzes Höschen im Winter ist eine genauso große Dummheit wie ein Schneeanzug im Juli. Wenn die Temperaturen mal unter 10 Grad sinken, dann stellt die Kälte eure Muskeln und Sehnen vor ernsthafte Herausforderungen.

3. Tragt nicht zu viele Schichten.

Während dem Training oder während des Rennens bewegt ihr euch. Ihr braucht nicht so viele Schichten wie ihr vielleicht glaubt. Denkt vor allem bei Hindernisläufen daran, dass alles nass und schmutzig und damit schwer wird.

Die richtige Ausrüstung für Hindernisrennen bei Kälte

1. Pass Deine Ausrüstung an die Kälte an.

Wie schon geschrieben ist es Zeit die kurze Short gegen Capris und lange Laufhosen (running tights) zu tauschen. Es gibt zahllose Firmen die geeignete running tights herstellen. Beispielhaft sei (weil viele Hindernisläufer in den USA diese verwenden) sei Folgende besonders genannt: CW-X hat eine spezielle „Winter Insulator Tight“, also eine isolierte Winterlaufhose im Angebot. Diese ist nicht nur eine Kompressionshose, sondern bietet auch noch Wärme.

Ausrüstung für kaltes Wetter – Welche Oberbekleidung ist geeignet?

Dies ist wohl der kritischste Teil des Körpers der warm bleiben sollte. Wenn Dein Core (Körpermitte) warm ist, dann  ist es auch der Rest des Körpers. Wenn Dein Core kalt wird, dann kühlt das aus den kalten Extremitäten (Hände, Füße etc.) bezogene Blut dermaßen ab, dass körperliche Hauptfunktionen (Herz, zentrales Nervensystem)  beeinträchtigt werden. Wir müssen uns also nach einem Kompressionstop für kaltes Wetter umschauen. Auch hier gibt es verschiedene Unternehmen die gute Lösungen anbieten. Natürlich bietet CW-X, aber auch Under Armor spezifische Winter Kompressions Tops an.

Kopfbedeckung: Eine einfaches Sport „beanie“ (Sportkopfbedeckung) kann Dir Deinen Renntag und die Zeit danach erheblich warmer gestalten.

Handschuhe:

Wenn es richtig kalt wird, dann gibt es wenig Möglichkeiten die Hände richtig warm zu halten. Wir empfehlen euch Handschuhe für Winterläufer. Dies haben eine extra Isolationsschicht und dadurch eine Schicht Schutz mehr. Außerdem bieten sie etwas mehr „Grip“ als normale Handschuhe. In Extremfällen könnte man natürlich auch auf die komplett wasserdichten „Kayak Gloves“ zurückgreifen. So wird Deine Hand nie nass. Dort könnte man dann sogar noch einen Handwärmer reinsetzen, dann hast Du es wohlig warm 🙂 Das ist aber nur etwas für wirklich sehr kalte Verhältnisse.

Socken: Investiert in gute Sportsocken, Wolle sollte kein Thema sein.

2. Wechselklamotten

Du brauchst auf alle Fälle warme Wechselklamotten. Selbst wenn Du das Rennen warm beendest, kühlst Du danach schnell aus. Du solltest aus den nassen und kalten Klamotten raus sein, bevor das große Zittern anfängt!

3. Warm-up

Im Winter ist es noch viel wichtiger als im Sommer, sich ordentlich vor dem Rennen aufzuwäremen. Lauf eine ausgiebige Runde bevor Deinem Start. Bring Deine Muskulatur in eine aktive Streckung. Sie sollten locker und aufgewärmt sein.

Du siehst, auch bei kaltem Wetter brauchst Du nicht drinbleiben. Aber sei vorbereitet! Hypothermia ist kein Spaß. Wenn Du mit Freunden läufst, dann schaut gegenseitig aufeinander. Mit diesen Tips seid ihr aber gut gerüstet! Lasst euch von Kälte und Schnee bloß nicht abschrecken!