Spartanrace Tirol 2016

Boah, wir sind total geflasht von den Eindrücken, Anstrengungen und Erlebnissen eines fantastischen Wochenendes in Oberndorf, Tirol. Das Spartanrace rief uns und wir folgten mit einem großen Happy Spartans Team! Jetzt sitzen wir zu Hause, betrachten die ersten von hunderten gemachter Bilder und müssen erst einmal verarbeiten. Aber mal ganz von Vorne……

Nicht einmal zwei Stunden Fahrzeit und wir erreichen das verträumte Örtchen Kirchdorf, nur wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt. In Kirchdorf liegen unsere beiden, gebuchten Pensionen die uns für die nächsten drei Nächte ein Dach über dem Kopf, sowie ein Frühstück bieten werden.

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Die letzte Woche hatten wir mit der Hiobsbotschaft zu kämpfen, dass Nicole erkrankt ist und nicht mitmachen kann, wir wünschen aber auf diesem Weg nochmal gute Besserung und freuen uns auf nächstes Jahr, dann MIT Dir, liebe Nicole!

Trotz des Ausfalls  stellen wir auch dieses Jahr ein großes Happy Spartans Team, bestehend aus Lisa, Nadine, Ediceh, Gabi, Nena, Domenico, Marco (in Begleitung von Michi), Mike, Claudia, Elli, Robert, Sigi, Uwe und Angelina und Torben. Auch Lydia und Markus werden den Spartan Super laufen, allerdings erst am Veranstaltungstag anreisen. Wir sind in allen Klassen, vom Spartan Junior bis zum Spartan Beast angemeldet und decken alle Leistungskategorien ab.

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Wir checken in den Pensionen ein und schon sind wir unterwegs nach Oberndorf, dort befindet sich das Eventgelände des Spartanrace Tirol. Bereits von Weitem sehen wir das riesige Areal und hören die Bässe der Beschallungsanlagen, das Kribbeln im Nacken setzt ein. Dort steppt schon der Bär, denn dieses Jahr haben sich die Veranstalter viel einfallen lassen und werden das letzte Jahr nochmal zu toppen versuchen. Wir erreichen das Gelände und verfolgen den bereits laufenden Wettbewerb des „Spartan 300“, einer knackigen Kurzdistanz mit vielen Hindernissen. Später wird es einen deutschen Doppelsieg auf diese Distanz geben. Nebenbei registrieren sich alle „Beast-Starter“ der Happy Spartans (Robert, Elli, Claudi, Mike, Ediceh und Uwe). Auch Gabi, Torben und Marco holen ihre Startunterlagen für die Sprint-Distanz ab, so dass alle Samstags-Starter versorgt sind. Aufgrund der knappen Anzahl von Zeitmesschips können sich die Starter für Sonntag (Super-Distanz) noch nicht registrieren. Das ist aber kein Problem, denn uns stehen viele ereignisreiche Stunden auf dem Eventgelände bevor.

Unsere Vorfreude wird immer größer als wir über das Eventgelände schlendern und natürlich probieren wir einige Hindernisse schon aus und besuchen den Reebok-Stand und die ersten shoppings werden getätigt.

Doch bald schon stellt sich der Hunger ein und wir treffen uns nach einer Dusche in den Pensionen auf dem Haberhof zum Pasta-Party-Carboloading. Wir haben einen tollen Abend in angenehmer Atmosphäre und der freundliche Gastwirt sorgt mit seinen sparsamen Portionen dafür, dass wir morgen beim Beast-Start keinen zu dicken Bauch haben 😉

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Spartanrace Beast

So ein „Beast“ hat es wirklich in sich. Man kämpft viele Stunden auf der anspruchsvollen Strecke mit schier endlosen Höhenmetern, anspruchsvollen Trails, Wasser, heißen Temperaturen. Hinzu kommen unerwartete Herausforderungen wie Unterstützungen von Kameraden, Schwachstellen an der Ausrüstung etc. Selbst eine kleine Katze wurde von einem Läufer von einem drei Meter hohen Baum während des Rennens gerettet. Dementsprechend gut sollte die Vorbereitung auf ein sowohl mental als auch körperlich aussehen.

Wir haben alle gut trainiert und freuen uns darauf. Für viele von uns ist es der erste Beast und die Anspannung ist zum Greifen. Der Start ist für 09:15 Uhr geplant, so frühstücken wir bereits relativ früh und reisen rechtzeitig zum Eventgelände. Uns erwartet eine einmalige Kulisse. Der Start des Elite-Feldes mit dem amtierenden Weltmeister Robert Kilian steht unmittelbar bevor und ein schwarzer Hubschrauber mit großen Spartan-Logo kreist über dem Eventgelände. Der Einheizer brüllt und motiviert und die Eliteläufer antworten mit einem lauten „Aroooo“. Die Eliteläufer, allen voran Robert Kilian stürzen auf die Strecke, in das erste Schlammloch und das Spartanrace ist eröffnet.

Robert Kilian konnte in Tirol sowohl die Beast- als auch die Super-Distanz gewinnen. Ein super Typ!

Robert Kilian konnte in Tirol sowohl die Beast- als auch die Super-Distanz gewinnen. Ein super Typ!

Jetzt sind wir dran. Ediceh, Claudi, Elli, Mike, Robert und ich springen über die erste Holzwand in den Startbereich und schon beginnt das Warmup. Wisst ihr was Häschenjumps sind? Nicht? Und die Möhre?….hmmm, ihr solltet mal nach Tirol kommen!

Erneut fällt der Startschuss, diesmal für unsere Welle und wir joggen in langsamem Tempo los. Wir laufen den ersten Kilometer in der Gruppe, wie abgemacht eher gemächlich, später werden wir jeder unser eigenes Tempo laufen. Wir überwinden die ersten „Over- and Under – Walls“ in der Kiesgrube, ziehen den Herculest Hoist nach oben und joggen locker weiter. Die zu überwindenden Holzwände werden immer höher, aber noch ist alles kein Problem. Der erste Kilometer ist vorbei und Mike, Robert und ich laufen zusammen, die Mädels ebenfalls. Zwar bleiben wir als Gruppe anfangs zusammen, aber eigentlich läuft jeder sein eigenes Tempo.

Die Strecke in Tirol bietet wunderbare Trails durch den Wald (die ersten 10km mit überschaubaren Höhenmetern), ein technisch anspruchsvolles Laufen durch einen Wasserkanal nach oben, Laufen in einem Gebirgsbach, ein Steinbruch mit einer Schwimmeinheit und dann geht´s erst richtig los mit steilen Anstiegen und vielen, vielen Höhenmetern. Hinzu kommen die anspruchsvollen und qualitativ hochwertigen Hindernisse des Spartan Races.

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Die Anstiege sind einfach mörderisch. Diese führen nicht etwa in „gemütlichen“ Serpentinen mit moderater Steigung nach oben, sondern quer. Die Oberschenkel brennen und erste Krämpfe machen sich bereits relativ früh im Rennen bemerkbar. Oft muss lockerer Waldboden nach oben bestiegen werden, was überaus mühsam ist, denn dieser gibt unter den Schuhen nach. Es ist wie Laufen auf Sand nur nach oben. Schlammige Moorgebiete erschweren die Anstiege zusätzlich und machen die Schuhe schwer. Wenn mal ein Plateu erreicht ist und man etwas zu Atem kommt wartet schon ein anspruchsvolles Hindernis auf uns. Reverse Traverse, Speerwurf, Slackline, 8-Foot-Walls sollen nur beispielhaft zeigen was jeder Läufer bewältigen muss. Doch wenn man dann irgendwann ganz oben auf dem Kitzbühler Horn ist zeigt sich Tirol von seiner schönsten Seite. Ein atemberaubender Blick auf den Wilden Kaiser und das Tiroler Land führt dazu, dass ich mich einfach nur hinsetze und die Stimmung, Bilder und Atmosphäre mehrere Minuten in mich aufsauge. Es ist einfach wunderbar!

Nun führt die Strecke nach unten, immer wieder unterbrochen durch Hindernisse. Ich laufe um die Ecke und was sich mir da bietet zieht mir fast die Schuhe aus. Wir bekommen einen 50lb-Sack (ca. 25 Kilo) und müssen hunderte Höhenmeter einen rutschigen Berg hoch. Es sind so viele Höhenmeter, dass man die oben angekommenen Läufer nicht mal sehen kann. Ich bekomme aufgrund meiner Krämpfe das erste Mal leichte Zweifel ob ich heute die grüne Beast-Medaille überreicht bekomme. Ich nehme meinen Sandsack auf und erklimme die ersten ca. 20 Höhenmeter. Mein Gott ist das Ding schwer! Nach weiteren 20 Höhenmetern muss ich absetzen. Ich atme schwer, meine Beine sind hart wie Stahl und noch immer sehe ich den Wendepunkt ganz oben nicht. Ich kämpfe mich Meter für Meter nach oben, alle 50 Meter mache ich eine kurze Pause und versuche wieder genug Luft zu bekommen. Irgendwann sagt ein Leidensgenosse, dass ca. die Hälfte nach oben geschafft ist. Immer weiter kämpfen wir uns nach oben, auch wenn die Pausenintervalle häufiger werden. Irgendwann bemerken wir, dass wir oben angekommen sind und nun „nur“ noch das Teufelsding hinab zur Ausgabestelle schleppen müssen.

Doch dies gestaltet sich schwieriger als gedacht. Wir müssen durch den Wald, über eine Trailstrecke die steil ist, größtenteils handelt es sich um lockeren Waldboden, durchsetzt mit schlammigen und extrem nassen Teilstücken. Häufiger zieht es mir die Beine weg und ich falle samt Sandsack auf den Rücken und rutsche viele Meter nach unten. Ab und zu habe ich Glück und ein Ameisenhaufen mit den großen, roten Waldameisen stoppt mich. Thank´s god! Na auf alle Fälle komme ich irgendwann unten an und darf den Sandsack endlich ablegen. Platt aber glücklich. Die nächsten zwei Kilometer laufe ich locker nach unten und fühle mich leicht und beschwingt, so ganz ohne Sandsack.

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Ok, wir müssen ein weiteres Mal schleppen, diesmal Ketten. Aber das ist nicht ansatzweise so anstrengend wie der Sandsack. Der Weg führt weiter konstant nach unten, wenn auch ziemlich steil, so dass die Oberschenkel und Knie stark arbeiten müssen. Von Weitem hören wir bereits die Musik auf dem Festivalgelände, doch es ist noch weiter als gedacht bis wir dort ankommen. Nun warten Hindernisse geballt auf mich. Rope Climb, Tyrolean Traverse, Multi Rig, ein langer Parcour zum Robben, tiefe Schlammlöcher mit hohen Ausstiegen und dann kommt die Slippery Wall.

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Unser Team ist geschlossen da und feuert an, das tut echt gut. Viele Fotos werden gemacht, ich bekomme Wasser angeboten und bald stehe ich vor dem Fire Jump, welchen ich, wenn auch nicht grazil, meistere. Stolz nehme ich nach Fünf Stunden und 38 Minuten die Medaille in Emfpang und fühle mich erschöpft aber großartig! Das Beast hat mir wieder meine Grenzen aufgezeigt, aber wieder habe ich es durchgezogen. Mike und Robert sind bereits im Ziel. Mike hat eine bombige Zeit von 4:17 Stunden. Damit wird er Gesamt 86. und in seiner Altersklasse hervorragender 28.! Ganz herzlich gratulieren möchten wir auch Claudia, Ediceh und Elli die den Beast mit Bravour meisterten. Ihr wart super Mädels! Gratulation zur Erfüllung eures Jahreszieles und zur Trifecta!

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Spartan Sprint

Gabi, Torben und Marco sollten die Happy Spartans Fahnen beim Spartanrace in der Sprint-Distanz hochhalten. Im Vorfeld wurde uns bereits mitgeteilt, dass auch auf der Sprint-Distanz über 200 Höhenmeter zu bewältigen sind und die Strecke anspruchsvoll werden wird. Gabi wollte ursprünglich in der Super-Distanz starten, doch leider wurde sie durch eine Verletzung zurückgeworfen. Doch nun steht sie hier im Startblock und macht das Beste draus, getreu dem Motto „Hinfallen ist ok, aber man muss immer wieder aufstehen“!

Der Startschuss fällt und Gabi und Marco laufen los. Für Marco ist es sein erstes Rennen überhaupt und er ist etwas nervös. Aber mit seiner lockeren Art überspielt er das und verbreitet (wie immer) gute Stimmung. Die Beiden haben viel Spaß auf der Strecke und helfen sich gegenseitig. Marco überwindet seine erste Wall und ist erstaunt, dass das so einfach geht. Die Beiden kämpfen, laufen, überwinden Hindernisse und teilen sich Burpees, ein super Zweierteam! Der Einlauf auf dem Eventgelände ist eine Wucht! Gut gelaunt, mit einem breiten Grinsen im Gesicht überwinden sie den Rope Climb, das Multirig und das erste Cargo Net. Im Schlamm unter dem Stacheldraht haben sie beim Barbed Wire Crawl noch Spaß und sind jederzeit für einen Scherz aufgelegt. Es sieht alles locker aus und so springen sie gemeinsam über das Feuer und empfangen glücklich ihre Medaille. Marco ist total begeistert von seinem ersten Spartan Race und hat nun richtig Feuer gefangen. Gabi hat ebenfalls noch große Ziele und freut sich auf ihre OCR-Zukunft. Wie wir sie kennen wird sie uns noch viele Überraschungen bieten!

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Hurricane Heat

Die Veranstalter des Spartanrace Tirol bieten dieses Jahr ein ganz besonderes „Schmankerl“ an. Einen Hurricane Heat 4H (4 Stunden-Version). Es handelt sich dabei um ein Teamevent bei dem im Team besondere Aufgaben erledigt werden müssen. Es versprach hart zu werden. Uwe ist natürlich sofort bei sowas dabei, logo. Hier der Kurzbericht:

Bereits im Vorfeld übersandten uns die Veranstalter eine Liste mit Dingen die wir mitnehmen sollten. Ein Brett (40x20x1,5), einen stabilen Eimer (mind. 20 Liter) und weitere Kleinigkeiten standen auf der Liste und brav habe ich diese besorgt. Kurz vor der Abfahrt zum Event erhielten wir ein weiteres Email in dem im Brett seitlich vier Bohrungen angebracht werden sollten. Das war mir nicht mehr möglich, da wir schon fertig gepackt und einen engen Zeitplan hatten. Es ist 06:00 Uhr in der Früh und ich erscheine samt Ausrüstung am Treffpunkt. Als ich dort bin, zeigt meine Uhr 06:01 Uhr. Ich werde auf der Liste abgehakt und muss 50 Strafburpees machen, da ich eine Minute zu spät bin. Weitere 50 Burpees folgen, als festgestellt wird, dass die Bohrungen fehlen. Das wird vor Ort gleich nachgeholt. Nun, das geht gut los. Bevor wir überhaupt starten habe ich schon einmal 100 Burpees auf dem Buckel. Aber ich bin nicht alleine, weiteren 6 Kameraden ergeht es genau so.

Ok, nachdem wir alle unsere Burpees gemacht haben laufen wir los und bekommen eine kurze Teamzuteilung und Einweisung, knietief im Wasser eines kalten Gebirgsbach stehend….. Ich habe ein tolles Team erwischt mit Charles Franzke, Christian (von Runtopia), Malinka aus Holland und 6 weiteren, tollen Menschen.

Natürlich müssen wir uns nun aufwärmen, also laufen wir in flottem Schritt in die Kiesgrube in der wir in einem großen Kieshaufen unsere Stirnbänder suchen müssen und diese anlegen. Ok, jetzt geht´s richtig los! Wir müssen vielfältige Aufgaben erledigen, aber zum Ehrenkodes gehört, dass diese nicht veröffentlicht werden. Deshalb nur soviel: Wir leiden, schwitzen und lachen. Es macht echt Spaß in einem Team zu kämpfen. Wir sind sehr unterschiedlich, aber das ist hier absolut egal. Wir halten zusammen!

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90 Minuten später laufen wir von der Kiesgrube zum Festivalgelände und bekommen eine richtig heftige Aufgabe. „Dead Man saving“ – Wir müssen eine Trage aus unseren Brettern und unseren Paracord-Bändern bauen, einen von unseren Kameraden (den „dead-man“) drauf legen und diesen durch die drei riesigen Schlammgräben der Rennstrecke tragen. Wenn der Kamerad nass wird, dann setzt es 1000 Burpees Strafe für das Team, wenn er mithilft 500 Burpees. Es ist die Hölle, denn man findet in den Schlammgruben kaum Halt. Ich mache es kurz, wir packen das und müssen keine Strafburpees machen.

Es folgen weitere Aufgaben, Fitnessübungen und irgendwann singen wir zusammen lauthals das Tiroler Lied! Voller Stolz empfangen wir unsere Shirts und Hundemarken. Es war super! Die Jungs aus dem Team waren der Hammer und unsere Gruppenleiter ebenfalls und ich hoffe, dass ich jeden Einzelnen wiedersehen werde!

 

Spartanrace Super

Pünktlich um 11:15 Uhr wird es für Nadine, Sigi, Lisa, Nena und Domenico ernst. Sie stehen im Startblock und warten auf den Startschuss zum Spartanrace Super. Bereits im Vorfeld wurde angekündigt, dass es viele Höhenmeter (ca. 900) zu bewältigen gibt und dass die Strecke anspruchsvoll wird. Nach einer kleinen Verzögerung startet das Happy Spartans Team und begibt sich auf die Strecke.

Anfangs laufen alle zusammen, aber Sigi und Domenico nehmen Tempo auf und so trennt sich die Gruppe langsam, wie abgesprochen. Nena findet charmante Begleitung und genießt das Rennen, die Leute und die Aussicht. Genau das macht unseren Sport aus. Es ist die Kombination aus sportlicher Leistung und den netten und hilfsbereiten Kameraden. Sigi und Domenico müssen immer wieder an Hindernissen warten, so schließen Lisa und Nadine zweimal auf. Bald schon laufen sie das Rennen zu Dritt weiter, denn Sigi ist umgeknickt und hat sich am Knöchel verletzt. An ein schnelles Tempo ist nicht zu denken, so schickt sie Domenico vor und schließt sich Nadine und Lisa an. Als Gruppe kämpfen sie sich durch den anspruchsvollen Kurs und die Hindernisse. Domenico kommt in einer hervorragenden Zeit von 3:16 Stunden ins Ziel und wird damit 39. in seiner Altersklasse. Ein hervorragendes Ergebnis! Doch auch die Mädels schlagen sich hervorragend! Sigi, Lisa und Nadine kommen in ca. 3:50 Stunden ins Ziel. Ein ebenfalls hervorragendes Ergebnis. Alle landen damit in ihrer Altersklasse und den ersten 30, Sigi wäre sogar 3. in ihrer Altersklasse geworden.

Doch die größte Überraschung hat uns Nena bereitet. Für uns war es nicht überraschend, dass sie die Super-Distanz erfolgreich bewältigt, sondern dass sie überhaupt startet. In einer Zeit von 4:16 kommt sie als 20. ihrer Altersklasse ins Ziel und das mit einem Lächeln und glücklich. Nena hat nicht nur die Strecke, sondern vor allem ihre Angst und Höhenangst überwunden, ein ganz dickes RESPEKT dafür!

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Juniors Race

Dieses Jahr haben gleich zwei tapfere kleine Happy Spartans Starterinnen beim Junior´s Race teilgenommen. Angelina und Vicki sind im Startbereich noch etwas traurig, weil es keine Stirnbänder mehr gibt, aber das soll sich gleich ändern. Der Startschuss fällt und die Beiden fetzen los. Die Hindernisse scheinen gar nicht vorhanden zu sein, so schnell werden diese überwunden. Ob Wall, Hercules Hoist oder Cargo Net. Die Beiden sind wirklich flott unterwegs. Angelina klettert das Seil hoch als wäre dies das Normalste der Welt und viel zu schnell sind die Kiddies im Ziel. Doch anstatt sich zu freuen hören wir „Es gab gar keinen Schlamm“, kombiniert mit einem enttäuschten Gesicht. Die Frechdachse laufen um 13:00 Uhr noch ein zweites Mal und erhalten noch eine Medaille. 🙂 Jetzt sind sie doch richtig happy!

Der Tag danach

Leider mussten Marco, Michi, Claudi, Elli, Robert und Mike am Sonntag bereits nach Hause abreisen. Wir Verbliebenen frühstücken am Montag in kleiner Runde zusammen, räumen unsere Zimmer aus und fahren an einen wunderschönen kleinen See in Kirchberg zum Ausspannen. Hier gibt es neben einer traumhaften Aussicht viele Wasserrutschen, Sprungtürme und erfrischendes Seewasser. Ein Paradies für Angelina. Ich habe noch nie ein Kind so viel rutschen gesehen. Wir haben einen wundervollen Regenerationstag bei über 30 Grad Celsius und einer chilligen Stimmung. Alle sind stolz auf sich, jeder hat ein traumhaftes Wochenende verbracht. Besser geht´s nicht!

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Fazit

Die Veranstalter haben mit dem Spartanrace in Tirol alles übertroffen was ich bisher in der OCR-Szene gesehen habe. Ein unglaubliches Angebot (Beast, Super, Sprint, Hurricane Heat, Juniors Race) an Läufen, ein wunderbares und riesiges Eventareal, eine unglaublich anspruchsvolle und schöne Rennstrecke, Liveübertragungen im Internet, kostenloses WLAN, Weltmeister am Start und und und…..

Ein großes Dankeschön an euch!!!

Wir hatten als Team ein geniales Wochenende. Die Stimmung war gigantisch, die Ergebnisse sehenswert und wir haben viel gelacht. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass es so schnell vorbei war. Nächstes Jahr wieder, wir freuen uns drauf!

Übrigens: Besonderen Respekt möchte ich nochmal an Gabi schicken, die den kompletten Sonntag als Volunteer gearbeitet hat. Ohne Menschen wie sie wäre ein solches Event nicht möglich! Danke Gabi!

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