Allgäuman 2016

Mit 16 Kilometern Länge und 30 Hindernissen gehört der Allgäuman zu den Mitteldistanzen der Hindernisläufe. Das Besondere am Allgäuman ist der Veranstaltungsort. Ein Großteil des Hindernislaufes führt durch den zu der Jahreszeit abgelassenen Forggensees und damit ist Schlamm, schwer zu laufender Boden und viele nasse Stellen vorprogrammiert.

Dieses Jahr startete ein kleines Team der Happy Spartans, bestehend aus Claudia, Mike und Uwe beim Allgäuman 2016. Babs begleitete das Team und nutze den Ausflug für zahlreiche Höhenmeter in die Berge sowie für viele, gute Fotos. Danke dafür Babs! Für Claudia soll es der längste Hindernislauf bisher werden, aber anspruchsvoll würde er für alle werden, das waren die Vorzeichen.

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Viel zu früh fahren wir von München nach Füssen. Ja, ich gebe zu ich (Uwe) habe etwas Stress gemacht, denn ich habe starken Reiseverkehr aufgrund des Osterferienbeginns befürchtet, was natürlich absolut unbegründet war. So kommen wir schon bereits kurz nach 10 an und müssen uns 4 Stunden die Zeit vertreiben, da der Startschuss erst um 14:00 Uhr ist.

Das gestaltet sich allerdings viel leichter als gedacht, da wir die Möglichkeit haben mit Max Elsner (dem Organisator des Rennens) zu sprechen und viele Bekannte Hindernisläufer treffen, so dass die Zeit sehr kurzweilig ist. Die Stimmung ist super, denn es funktioniert einfach alles. Die Ausgabe der Startnummern dauert keine 2 Minuten, es gibt genug Kaffe auf dem Eventgelände und die Leute sind supernett! Die Natur verwöhnt uns mit warmen Sonnenstrahlen und die Aussicht ist einfach gigantisch! Die Berge zeigen sich von ihrer schönsten Seite und sind noch schneebedeckt, was man sich bei Temperaturen über 10 Grad und strahlendem Sonnenschein gar nicht vorstellen kann. Schaut aber gut aus!

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Wir stellen uns in die dritte Startwelle uns los geht´s! Heute ist „durchkommen“ angesagt, da wir alle zusammen laufen wollen. Ohne Stress. So starten wir und überwinden die ersten Hindernisse. Wir überklettern eine Holzwand, schwingen uns mit einem Seil und werden von den Krampussen (ist das die Mehrzahl von „Krampus“?) ins Wasser geschubst. Nun gut, nass sind wir also schon mal.

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Jetzt folgt eine schier endlose Laufpassage durch den feuchten Grund des Forggensees, gespickt mit zahllosen Schlammlöchern, Wasserkanälen und Schlammanstiegen die so richtig Kraft kosten. 6 Kilometer geht das so, aber wir schlagen uns tapfer!

Irgendwann sind wir dann aus dem Forggensee draußen und laufen parallel zum Lech Richtung Füssen Innenstadt. Dabei müssen wir durch zwei enge Betonröhren kriechen und ein paar Betonblöcke übersteigen. Machbar, auch wenn die Röhren für große Leute schon  ziemlich eng sind.

Danach ist eine Durchwatung des Lechs angesagt, was erfrischend kühl ist.

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Nun kommen wir auf ein Gelände mit vielen Steigungen die wir nach oben klettern müssen, dann wieder runter, dann wieder hoch. Danach folgt eine Rutsche nach unten, dann geht´s wieder hoch, diesmal mit Gewichten.

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Auch eine Glocke muss erhüpft werden, für uns aber kein Problem. Hüpfen geht!

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Wir laufen durch die schöne Stadt Füssen und kommen zum Angsthindernis überhaupt. Wie eine riesige Skateboardhalfpipe wurde eine 4,50 Meter hohe Halfpipe aufgebaut. Mit Schwung muss man hochrennen, sich oben festhalten und sich hochschwingen. Oben angekommen muss man dann wieder irgendwie herunter, was sich allerdings schwieriger als gedacht gestalten wird.

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Wir müssen relativ lange warten und werden etwas kalt dabei, aber dann geht´s los! Ich bin zuerst dran und renne los. Es war leider wenig Platz zum Anlauf, aber ich greife das angebotene Seil (gut, dass es das gab) unten und ziehe mich hoch, bis ich mit der Hilfe eines Helferarmes oben bin. Geschafft. Der Abstieg ist soweit kein Problem, da ich relativ groß bin und die Querstreben gut erreichen kann.

Bald schon sehe ich Claudia und Mike oben und bin froh, dass sie es auch geschafft haben. Mike kommt runter, und mit etwas Hilfe schafft auch Claudia die nicht ganz einfache Herausforderung.

Nun geht es zurück in Richtung Ziel. Der Tracker zeigt, dass wir bereits über  10 Kilometer hinter uns haben, was komisch ist, denn eigentlich sollten es doch nur 16 insgesamt sein….. Wir laufen Kilometer für Kilometer und sind bei Kilometer 14 bereits am Forggensee angekommen. Hmmm, nun steht uns die gesamte Strecke von vorhin nochmal bevor, aber dann würden wir ja… Nun gut, wir laufen in gemächlichem Tempo Meter für Meter und nähern uns immer weiter dem Ziel! Bald schon hören wir die Musik im Ziel, überwinden die letzten Hindernisse und krabbeln (ja, wir sind auf allen Vieren ins Ziel gekrabbelt) ins Ziel! Check, Allgäuman geschafft!

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Im Ziel gibt es eine total schöne Medaille, unser Shirt sowie ein alkoholfreies Bier. Sehr gut! Wir treffen Babs wieder die uns bei vielen Hindernissen angefeuert hat und fast alle dieser Bilder geschossen hat! Danke nochmal dafür!

Wir fahren zum Duschen in die nahegelegene Eishalle Füssen und lassen den Abend in einer Käserei bei einem tollen Käsefondue ausklingen! Ein toller Tag, ein tolles Rennen!

Gratulation an Claudia für ihren bisher längsten Hindernislauf! Insgesamt haben wir knapp 21km zurückgelegt! Es war super!

Ich hoffe, dass wir bei den nächsten Läufen ein etwas größeres Happy Spartans Team haben. Es lohnt sich!